Kinderbücher zum Thema Trockenwerden
Ein Pappbilderbuch mit Klappen passt ab etwa 18 Monaten, eine Geschichte mit einer Identifikationsfigur wie Conni ab 2 bis 3 Jahren, und ein Sachbuch-ähnliches Erklärbuch ab 3 Jahren. Am besten lesen Sie schon zwei bis drei Wochen vor dem Trockenwerden regelmäßig vor. Bücher wecken Neugier und Wörter fürs Thema, das eigentliche Üben passiert aber im Alltag.
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Gleich drei Titel, die viele Eltern als Einstieg nehmen: Conni geht aufs Töpfchen für die Kleinsten mit Geschichte, Oh! Ich muss aufs Klo! als robustes Pappbilderbuch, und Ich gehe aufs Klo! für Kinder, die schon viele Fragen stellen. Keiner dieser Titel macht Ihr Kind allein trocken, sie öffnen nur die Tür für das Thema.
Warum Vorlesen Ihrem Kind beim Trockenwerden wirklich hilft
Vorlesen gibt Ihrem Kind Wörter für Pipi, Kaka, Töpfchen und Klo, mit denen es sich später tatsächlich melden kann. Ein Kind, das die Worte schon kennt, muss sie im entscheidenden Moment nicht erst suchen.
Buchfiguren machen das Thema normal. Wenn eine vertraute Figur im Buch genau das erlebt, was Ihr Kind gerade vor sich hat, nimmt das viel von der Scheu, über Pipi und Kaka überhaupt zu sprechen.
Vorlesen schafft außerdem ruhige Momente außerhalb der eigentlichen Situation, zum Beispiel abends im Bett, ohne Druck und ohne dass gerade etwas passieren muss. Genau das macht ein Buch wertvoller als jedes Gespräch, das direkt auf dem Töpfchen stattfindet.
Auf dem Töpfchen selbst halten viele Eltern das Buch lieber kurz. Wird das Sitzen zur Dauerbeschäftigung mit Vorlesen, lernt Ihr Kind eher, lange sitzen zu bleiben, als auf das eigene Körpergefühl zu achten.
Die schönsten Töpfchen- und Klo-Bücher nach Alter
Die folgende Übersicht zeigt, welches Buch zu welchem Alter und welchem Moment passt. Die Einteilung ist grob, manche Kinder mit zweieinhalb Jahren lieben schon ein Sachbuch, andere mit vier noch ein einfaches Pappbilderbuch.
| Alter | Art des Buches | Passender Moment |
|---|---|---|
| ab 18 Monaten | Pappbilderbuch mit Klappen | vor dem Start, zum Neugierigmachen |
| 2 bis 3 Jahre | Geschichte mit Identifikationsfigur | in den ersten Tagen zu Hause |
| ab 3 Jahren | Sachbuch-ähnliches Erklärbuch | wenn Ihr Kind viele Fragen stellt |
| jedes Alter | Bilderbuch über ein Missgeschick | nach einem Missgeschick |
Oh! Ich muss aufs Klo! ist ein stabiles Pappbilderbuch mit Klappen, in dem kleine Kinder nacheinander ihr Geschäft verrichten. Es passt gut, bevor überhaupt etwas trainiert wird, einfach um das Thema spielerisch ins Haus zu holen.
Conni geht aufs Töpfchen begleitet ein etwas älteres Kleinkind durch genau die Situationen, die auch Ihr Kind erlebt: Neugier, Stolz, kleine Rückschläge. Viele Eltern lesen es in den ersten Tagen zu Hause, wenn gerade geübt wird.
Ich gehe aufs Klo! erklärt eher sachlich, was auf der Toilette passiert und wofür Spülung und Klopapier da sind. Das passt zu Kindern ab etwa drei Jahren, die wissen wollen, wie die Dinge funktionieren, nicht nur eine Geschichte hören wollen.
Für ein Kind, das sich noch unsicher fühlt, eignet sich Ich bin schon groß: Tschüss, Windel! Hallo, Klo! als Buch zur Beruhigung: es stellt das Trockenwerden als etwas Normales dar, das jedes Kind irgendwann schafft.
Und für das Thema großes Geschäft, das vielen Kindern schwerer fällt als Pipi, ist der Klassiker Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat ein guter Einstieg, um Kaka überhaupt zu einem Wort zu machen, über das man lachen darf.
Welches Buch passt zu welchem Problem?
Hat Ihr Kind Angst vor der Toilette oder vor dem Geräusch der Spülung, hilft ein ruhiges Bilderbuch, in dem eine Figur genau diese Angst hat und sie nach und nach verliert, mehr als ein Buch, das direkt zum Erfolg springt. Lesen Sie es mehrmals, ohne an diesem Tag irgendetwas einzufordern.
Hält Ihr Kind Kaka zurück oder will nur in der Windel groß machen, kann ein Buch über das große Geschäft das Thema entspannen. Hält das Zurückhalten über Wochen an oder kommt es zusammen mit Bauchschmerzen oder Verstopfung vor, gehört das in die Hände der Kinderärztin oder des Kinderarztes, ein Buch ersetzt dieses Gespräch nicht.
Ist Ihr Kind nach einem Missgeschick unsicher oder schämt sich, hilft eine Geschichte, in der genau das passiert und niemand böse ist. Mehr dazu, wie Sie reagieren, finden Sie auch in dem Beitrag darüber, wenn Ihr Kind plötzlich wieder in die Hose macht.
Findet Ihr Kind das Töpfchen schlicht langweilig und braucht eher Motivation als Beruhigung, ist ein Buch allein meist nicht genug. Ein sichtbares Belohnungssystem hilft hier oft mehr als noch eine weitere Geschichte, dazu gleich mehr. Wenn Ihr Kind partout nicht groß aufs Töpfchen möchte, lohnt sich außerdem ein Blick in den Beitrag darüber, wenn Ihr Kind nicht groß aufs Töpfchen machen will.
Wann lesen Sie die Bücher am besten vor: vor, während und nach dem Trockenwerden
Zwei bis drei Wochen vor dem eigentlichen Start reicht es, ein Töpfchenbuch einfach ins normale Vorleseritual aufzunehmen, ohne groß anzukündigen, dass jetzt etwas Besonderes ansteht. Ihr Kind gewöhnt sich so an die Wörter und die Idee, lange bevor irgendetwas geübt wird.
In den ersten drei Tagen zu Hause, wenn am meisten passiert, helfen kurze Buchmomente zwischendurch mehr als eine lange Vorlesesession auf dem Töpfchen selbst. Wie dieser Ablauf konkret aussieht, zeigt der Ablauf Tag für Tag in einer Woche.
Genau in dieser Phase beschreibt die Töpfchen Tricks Methode einen klaren Weg: drei Tage zu Hause, Beobachtungsbögen, mit denen Sie lernen, wann Ihr Kind tatsächlich muss, und eine Stickerkarte, deren Belohnungsabstand mit der Zeit wächst, vom Töpfchen zur Toilette, bis Ihr Kind von selbst Bescheid sagt. Statt das Töpfchen nach der Uhr anzubieten, fragen Sie eher: ‚Sagst du es, wenn du Pipi musst?‘ Feste Momente bleiben nur vor und nach dem Schlafen und bevor Sie gemeinsam aus dem Haus gehen, alles andere überlassen Sie der Initiative Ihres Kindes.
Viele Eltern berichten, dass nicht der zweite, sondern eher der vierte oder fünfte Tag der schwerste ist, weil dann oft Widerstand entsteht: Ihr Kind ist es leid, ständig gefragt zu werden, ob es Pipi muss. Ein ruhiges Buch kann in diesem Moment helfen, die Stimmung zu entspannen, während Sie selbst weniger fragen und Ihrem Kind mehr eigene Verantwortung geben. Mehr zu genau diesem Punkt finden Sie in dem Beitrag über Tag 4 und 5, wenn Ihr Kind plötzlich nicht mehr mitmacht.
Nach einem Missgeschick ist der Moment, eine Geschichte vorzulesen, in der genau das passiert, oft wirkungsvoller als ein Gespräch direkt danach. Ihr Kind sieht, dass eine andere Figur das auch erlebt hat und trotzdem weitergemacht hat.
Bücher allein machen nicht trocken: was Ihr Kind zusätzlich braucht
Ein Buch weckt Interesse und gibt Wörter, geübt wird aber im Alltag, nicht auf der Buchseite. Dafür brauchen Sie ein paar Dinge griffbereit: ein Töpfchen, einen Toilettensitzverkleinerer, einen Tritthocker, mindestens 15 Unterhosen, etwas zum Schutz von Matratze und Sofa, kleine Belohnungen und Pull-ups für die Nacht.
Während der eigentlichen Übungstage trägt Ihr Kind am besten keine Windel mehr, sondern eine ganz normale Unterhose aus Baumwolle. Mit einer Trainingshose spürt Ihr Kind nasses Gefühl weniger deutlich, mit gewöhnlicher Unterwäsche merkt es den Unterschied sofort, und genau dieses Gefühl ist es, das beim Lernen hilft.
Wer einen fertigen Tagesplan statt nur Anregungen sucht, findet diesen in der Töpfchen Tricks Box. Sie enthält ein Programmheft, das Sie Tag für Tag durch die Woche führt, 7 Anweisungskarten als kurze tägliche Erinnerung, 6 Komplimentkarten für Momente, in denen Ihnen die Worte ausgehen, 14 Beobachtungsbögen zum Festhalten der Zeiten Ihres Kindes, 20 Stickerkarten mit 3, 5, 7 und 9 Feldern, deren Belohnungsabstand mit der Zeit wächst, 100 Tiersticker und 20 Kaka-Sticker sowie zwei Urkunden für Ihr Kind, eine für Pipi und eine für Kaka, dazu ein Jahr Zugang zur Community mit Fachleuten, die Fragen sieben Tage die Woche beantworten.
Wer es lieber erst einmal auf eigene Faust versuchen möchte, kann auch mit einem eigenen Belohnungssystem arbeiten, das nach demselben Prinzip wächst: klein anfangen, dann seltener belohnen. Auch als Geschenk werden solche Hilfsmittel oft gesucht, mehr dazu in dem Beitrag über Geschenke und Hilfsmittel zum Trockenwerden.
Seien Sie dabei ehrlich mit Ihren Erwartungen: die meisten Kinder sind tagsüber in etwa einer Woche trocken, manche schaffen es in drei Tagen, andere brauchen zwei bis drei Wochen. Ist Ihr Kind noch nicht so weit, ist es sinnvoller, noch zu warten, als eine Woche durchzudrücken, die nicht funktioniert.
Woran Sie merken, dass Ihr Kind so weit ist
Typische Signale sind: die Windel bleibt länger trocken, Ihr Kind zeigt Interesse am Klo oder am Töpfchen, es kann die Hose selbst runterziehen, und es sagt vor, während oder nach dem Geschäft Bescheid. Je mehr dieser Signale zusammenkommen, desto eher lohnt sich ein Start.
Ein Kind, das sich vor dem Töpfchen oder der Toilette fürchtet, ist noch nicht so weit. Dann bauen Sie besser erst Vertrautheit auf, mit Büchern, mit gemeinsamem Anschauen der Toilette, und starten das eigentliche Training später. Mehr zur Einschätzung finden Sie in dem Beitrag darüber, ob Ihr Kind bereit fürs Töpfchen ist.
Wenn Sie sich unsicher sind, hilft ein kurzer Test oft mehr als eine lange Checkliste.
Machen Sie den kurzen Test, ob Ihr Kind bereit ist
Wenn Ihr Kind Angst vorm Töpfchen hat: eine Geschichte zum gemeinsamen Anschauen
Manchmal hilft ein Video genauso gut wie ein Buch, besonders wenn Ihr Kind sich vor dem Töpfchen selbst fürchtet. Schauen Sie sich die folgende Geschichte gemeinsam an, am besten in einem ruhigen Moment ohne Zeitdruck.
Egal ob Buch oder Video, Geschichten nehmen den Druck aus der Situation, weil Ihr Kind sieht, dass eine andere Figur genau dasselbe durchmacht und am Ende klarkommt. Das ist oft der erste Schritt, bevor überhaupt an das eigentliche Üben zu denken ist.
Häufig gestellte Fragen
Ab welchem Alter kann ich meinem Kind ein Buch übers Töpfchen vorlesen?
Ein einfaches Pappbilderbuch mit Klappen passt schon ab etwa 18 Monaten, lange bevor überhaupt trainiert wird. Eine richtige Geschichte mit einer Figur, die das Thema durchlebt, verstehen die meisten Kinder ab etwa zwei bis drei Jahren besser. Das Alter ist nur eine grobe Richtschnur, entscheidend ist, ob Ihr Kind an dem Thema Interesse zeigt.
Darf mein Kind auf dem Töpfchen ein Buch anschauen?
Ja, kurz ist das völlig in Ordnung und nimmt Druck aus der Situation. Halten Sie es aber kurz, denn wird das Sitzen mit Buch zur Dauerbeschäftigung, lernt Ihr Kind eher langes Sitzen als das eigene Körpergefühl zu beachten. Außerhalb des Töpfchens, etwa abends im Bett, darf das Buch ruhig länger dauern.
Welches Buch hilft, wenn mein Kind Angst vor der Toilette hat?
Ein ruhiges Bilderbuch, in dem eine Figur genau diese Angst hat und sie Schritt für Schritt verliert, zum Beispiel <a data-book='Ich bin schon groß: Tschüss, Windel! Hallo, Klo!'>Ich bin schon groß: Tschüss, Windel! Hallo, Klo!</a>, kann die Scheu nehmen. Lesen Sie es mehrmals ohne Erwartung, dass an diesem Tag etwas passieren muss. Bleibt die Angst bestehen, ist das ein Zeichen, erst mehr Vertrautheit aufzubauen und mit dem eigentlichen Training noch zu warten.
Gibt es ein Buch für Eltern über das Trockenwerden?
Statt eines allgemeinen Elternbuchs gibt es einen konkreten Tagesplan, zum Beispiel in der Töpfchen Tricks Box oder im <a href='https://toepfchentricks.de/geschaeft/video-kurs/'>7-Tage-Videokurs</a> zum Trockenwerden, die Sie beide Schritt für Schritt durch die Woche führen. Beide erklären genau, was an welchem Tag zu tun ist, auch an den Tagen, die nicht glattlaufen.
Mein Kind will das Töpfchen-Buch nicht anschauen, was nun?
Zwingen Sie Ihr Kind nicht dazu, das wirkt eher abschreckend als hilfreich. Legen Sie das Buch einfach offen herum oder lesen Sie es selbst beiläufig vor, ohne es als Pflichtprogramm anzukündigen. Manche Kinder interessieren sich erst Wochen später dafür, und das ist kein Rückschritt, sondern normal.
Machen Bücher mein Kind wirklich trocken?
Nein, ein Buch macht Ihr Kind nicht allein trocken, es weckt Neugier und gibt Wörter fürs Thema. Trocken wird Ihr Kind durch Üben im Alltag, durch das Erkennen seiner eigenen Signale und durch regelmäßige Gelegenheiten, aufs Töpfchen oder die Toilette zu gehen. Bücher sind dabei eine gute Ergänzung, kein Ersatz für das eigentliche Training.
Bereit für den nächsten Schritt?
In der Töpfchen Tricks Box steckt das Tag-für-Tag-Programm, auf dem dieser Artikel beruht: Beobachtungsbögen, an denen Sie sehen, wann Ihr Kind wirklich muss, Ablaufkarten für jeden Tag und ein Belohnungssystem, das von selbst ausläuft. Lieber in Videos? Dieselbe Methode gibt es auch als 7-Tage-Videokurs mit vierzig kurzen Videos, sofort verfügbar.
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung geschrieben und von Dustin van de Sande geprüft.
