Macht dein Kleinkind schon Pipi auf dem Töpfchen oder der Toilette, aber verweigert es sich auch groß darauf zu machen? Es ist überhaupt nicht ungewöhnlich, dass ein Kind genau weiß, wo es groß machen muss, dann aber lieber abwartet, bis es seinen Mittagsschlaf macht und dabei eine „Schlafhose“ anhat — oder sich einfach in einer Ecke versteckt.
Manchmal haben Kinder Angst, einen Teil von sich selbst zu verlieren, oder Angst vor Schmerzen. Manchmal ist es auch schwierig herauszufinden, warum dein Kind den Stuhl zurückhält. Selbstverständlich möchtest du deinem Kind bestmöglich helfen. Hier sind drei bewährte Ansätze.
1. Erkläre deinem Kind, was in seinem Körper vorgeht
Beruhige dein Kind zuerst. Setz dich neben ihm, rede mit ihm und frage nach, warum es Angst hat. Nimm seine Angst ernst, aber mache da nicht zu viel mit.
Erkläre ihm danach auf spielerische Weise, wie der Stuhl entsteht — damit dein Kind das Gefühl bekommt, mehr Kontrolle über seinen Körper zu haben. „Zuerst isst du etwas, dann geht das Essen runter in den Bauch…“ Diese Erklärung hilft deinem Kind, die Situation besser zu verstehen.
Hilfreich sind auch „Pipi-Kacka-Pups-Bücher“ wie „Aufs Töpfchen gehen ist pipileicht“, „Alle müssen mal aufs Klo“ oder „Auch Prinzessinnen müssen mal pupsen“.
2. Schritt für Schritt groß auf der Toilette machen
Sobald dein Kind beruhigt ist, aber immer noch Angst hat, gehe schrittweise vor. Diese Methode ermöglicht es deinem Kind, ohne Druck Fortschritte zu machen und dabei selbst die Kontrolle zu behalten.
Fahre stets erst mit dem nächsten Schritt fort, wenn dein Kind anzeigt, dass es dafür bereit ist. Vergiss nicht, bei einem Erfolg immer sehr positiv zu reagieren und deinem Kind viele Komplimente zu machen.
Dein Kind kann das auch schaffen.
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3. Sorge für eine gute Ernährung, die den Stuhlgang positiv beeinflusst
Wenn dein Kind Angst hat, auf die Toilette zu gehen, kann es passieren, dass es den Stuhl zurückhält. Dadurch kann der Stuhlgang hart und trocken werden. Achte darauf, dass dein Kind ausreichend trinkt und gib ihm ballaststoffreiche Ernährung wie Obst, Gemüse und Vollkornbrot.
Wenn dein Kind Probleme beim Stuhlgang hat, kannst du es nach jeder Mahlzeit kurz auf das Töpfchen setzen — der Darm befindet sich dann in einer aktiven Phase.
Bei häufiger Verstopfung kann ein ballaststoffreicher Sirup (z. B. mit Pflaumen) für einen weicheren Stuhlgang sorgen. Wenn die Probleme anhalten, ist ein Arztbesuch ratsam — dort kann ein sanft wirkendes Abführmittel speziell für Kinder verschrieben werden.
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Hallo, unser Sohn möchte keine Windel mehr tragen und ist Nachts auch komplett trocken. Am Tag kann er Urin selbständig machen, muss aber erinnert werden. Seine Kommunikation ist mit Anfang drei Jahren noch nicht so gut. Sein großes Geschäft macht er allerdings immer in den Schlüpfer, obwohl er weiß, dass man auf die Toilette geht. Mit zwei hat er es auf dem Töpfchen gemacht aber da möchte er nicht mehr. Er sagt, wenn er in die Hose gemacht hat „Kaka Hose“. Da er keine Windel tragen möchte, ist es vor allem in der Kita sehr unangenehm. Wie können wir ihm helfen?
Hallo Ines! Wie schön, dass dein Sohn tagsüber und nachts schon trocken ist – das ist wirklich toll! Ich denke, dass der schrittweise Ansatz, wie er oben im Blog beschrieben wird, euch gut dabei helfen könnte, das Problem mit dem Stuhlgang zu lösen. Geh also Schritt für Schritt vor und belohn ihn großzügig bei jedem Erfolg (durch Lob, ein Freudentanz, oder indem er zum Beispiel einen Sticker aufkleben oder sich etwas Leckeres aussuchen darf). Lass ihm die Kontrolle, aber führ ihn dennoch gezielt an. Wenn er bereit für den nächsten Schritt ist, geht ihr weiter. Vielleicht könnt ihr es anstelle eines Töpfchens mit einem Toilettensitz mit Treppe für die normale Toilette versuchen. Das könnte ihm möglicherweise einen neuen Motivationsschub geben. Ich hoffe, das hilft euch weiter!
Viele liebe Grüße, dein Töpfchen Tricks Team
hallo, mein Sohn (39 Monate) ist jetzt am zweiten Tag des Töpfchentrainings. Sein letztes Kaka war vor 2 Tagen in der Windel, und heute, als er merkte, dass er kacken muss, hat er es zurückgehalten. Er trinkt viel und hat genug Ballaststoffe gegessen. Wie lange sollen wir warten, bis wir wieder zur Windel zurückkehren? Er ist wirklich glücklich, dass er Höschen tragen darf, also wollen wir wirklich nicht zu früh aufgeben. In der Vergangenheit ist es ein paar Mal vorgekommen, dass er ein oder zwei Tage lang keine volle Windel brauchte, aber hauptsächlich auf Reisen oder nach einer Krankheit. Vielen Dank
Hallo liebe Ella,
Es ist nicht ungewöhnlich, dass dein Kind das erste Mal aufs Töpfchen kacken sehr aufregend findet. Es ist sehr gut, dass er viel trinkt und auch ballaststoffreich isst. Mach damit unbedingt weiter in den nächsten Tagen! Der Stuhl wird von selbst kommen. Ich empfehle, dass du in dem Moment, wenn er sagt, dass er muss, aber sich nicht traut, zu sagen: „Wie toll, dass du das spürst. Ich weiß, dass du es aufregend findest. Deswegen gehe ich mit dir, wir gehen zusammen, ich bleibe bei dir, halte deine Hand und wir warten gemeinsam, bis der Kaka kommt. Ich bin für dich da und ich helfe dir, dann wirst du merken, dass es nicht so schlimm ist.“ Was bei manchen Kindern auch noch sehr gut funktioniert, ist auf der Toilette oder dem Töpfchen Seifenblasen machen. Das lenkt sie ab und entspannt sie, was sie brauchen, um Stuhlgang zu haben. Sollte das alles nicht funktionieren, kannst du ihn auch immer noch eine Windel fürs Kaka anbieten. Nach dem Kaka zieht ihr die Windel zusammen wieder aus und werft die Kaka in die Toilette. Danach macht ihr dann wieder weiter mit Unterhose.
Ganz liebe Grüsse
Dein Töpfchen Tricks Team
Hallo, meine Tochter wird am 16.4 4 Jahre alt. Mittlerweile ist es kein Problem windelfrei zuhause rumzulaufen und Missgeschicke passieren gar nicht mehr. Leider traut sie sich im Kindergarten oder auch sonst nirgendwo hin ohne Windel. Sie hat bisher noch keine Kacka ins Töpfchen oder die Toilette gemacht. Irgendwie hat sie da Hemmungen. Sie kann es genau kontrollieren. Ich weiß nun leider nicht mehr weiter. Was wären so die nächsten Schritte? Vielen lieben Dank für deine Rückmeldung. Anke Elias
Hallo liebe Anke,
Bezüglich das gros Machen: Helfen die Tipps aus dem Blog hier oben euch vielleicht weiter?
Und bezüglich deine erste Frage:
Möglicherweise findet sie es aufregend, auf die Toilette oder das Töpfchen zu gehen, wenn du nicht da bist. Du kannst ihr sagen, dass sie es auch anderen sagen kann, wenn sie muss. Du könntest auch die Betreuerinnen im Kindergarten fragen, ob sie deine Tochter gelegentlich daran erinnern können, auf die Toilette zu gehen. So fällt es ihr vielleicht leichter, Bescheid zu sagen, wenn sie muss.
Zudem könnte die ganze Situation im Kindergarten vielleicht (zu) aufregend für sie sein. Zu Hause gibt es eine Toilette. Im Kindergarten gibt es normalerweise mehrere Toiletten, und es könnte auch noch ein anderes Kind im Raum sein. Versuche mit deinem Kind zu sprechen, um herauszufinden, ob es vielleicht ein wenig Angst hat und was es bevorzugen würde. Wenn sie zum Beispiel lieber alleine wäre, könntest du das den Betreuern mitteilen (zusammen mit ihr), damit sie darauf am Anfang Rücksicht nehmen können (und dies dann Schritt für Schritt wieder loslassen).
Vielleicht hilft es auch, deine Tochter mit einem Sticker oder einer Kleinigkeit zu belohnen, wenn es dann doch mal geklappt hat, im Kindergarten oder irgendwo außerhalb des Hauses auf die Toilette zu gehen. Diese positive Herangehensweise kann sehr motivierend wirken.
Wir drücken euch die Daumen!
Viele liebe Grüsse,
dein Töpfchen Tricks Team
Hallo,
mein Sohn sagt mir er merke nicht; wenn er groß muss und daher geht das große Geschäft immer in die Hose!
Wir sind allerdings auch erst bei Tag 2 vom Training, aber mein Sohn ist frei und wir haben auch so schon oft das Trocken werden geübt – kann es sein, dass er es nicht wirklich nicht merkt? Wie kann ich ihm helfen?
Danke und herzliche Grüße
Andrea Rother
Hi liebe Andrea,
Kinder haben oft vor allem in den ersten Tagen ziemlich viele Pannen und das ist eigentlich auch gut, denn gerade diese Pannen sind die Lernmomente! Für uns als Eltern scheint alles zu misslingen, aber im Gehirn bei den Kindern geht schon ziemlich viel vor. Sie lernen nun das Gefühl des Harndrangs erkennen. Gib dir und deinem Sohn noch ein wenig Zeit, ihr habt erst gerade angefangen und alles ist noch ziemlich neu für deinen Sohn. Wir drücken euch die Daumen und sind gerne immer für dich da.
Viele liebe Grüsse,
Dein Töpfchen Tricks Team