Trockenwerden

6 Töpfchentraining Tipps für Kindergarten und Kita

6 Töpfchentraining Tipps für Kindergarten und Kita 1

Das Trockenwerden ist ein großer Schritt in dem Entwicklungsprozess bei Kindern. Wir empfehlen daher, das Töpfchentraining immer zu Hause oder auf jeden Fall in einer ruhigen Umgebung zu starten, dort wo ein Kind sich bequem und geschützt fühlt. Aber was passiert nun, wenn Kinder in den Kindergarten oder in die Kita gehen? Wie kann man sein Kind in diesem wichtigen Prozess auch dort unterstützen? In diesem Blog teilen wir Tipps zum Töpfchentraining für Kinder, die in den Kindergarten oder zur Tagesbetreuung gehen, da wir oft die Frage bekommen, was Eltern tun sollten, wenn ihr Kind während oder sofort nach dem Töpfchentraining in den Kindergarten muss.

Wie gesagt, empfehlen wir mindestens 7 aufeinanderfolgenden Tage frei zu planen, wenn Eltern mit unserer Töpfchen Tricks Methode arbeiten, damit keine oder eben nicht allzu große Veränderungen stattfinden, wodurch das Risiko auf einen Rückfall kleiner ist.

1. Kommunikation

Es ist sehr wichtig, mit den ErzieherInnen des Kindergartens oder der Kita über den Prozess des Trockenwerdens Ihres Kindes zu kommunizieren. Erklären Sie ihnen, wie sie Ihr Kind am besten unterstützen und motivieren können, und erzählen Sie auch, wo es vielleicht noch Schwierigkeiten gibt. Erklären Sie die Töpfchen Tricks Methode, die Sie verwendet haben, damit die Erzieherinnen diese fortführen können. Dies kann dabei helfen, einen konsistenten Plan zwischen Zuhause und dem Kindergarten oder der Kita zu erstellen und die Wahrscheinlichkeit auf Pannen zu verringern.

2. Zusätzliche Sets Wechselkleidung

Stellen Sie sicher, dass Ihr Kind immer ein zusätzliches Set Wechselkleidung im Kindergarten oder in der Kita hat, damit es nicht in nasser Kleidung herumlaufen muss, wenn eine kleine Panne passiert. Sie können eventuell auch ein zweites Set Kleidung mitgeben, falls es zu mehreren Pannen kommt. Normalerweise hat jedes Kind im Kindergarten oder in der Kita schon ein Set Wechselkleidung vorhanden. Es ist wichtig zu betonen, dass die Erzieherin auch nach einer Panne Ihrem Kind keine Windel anlegt, da dies für Ihr Kind sehr verwirrend wirken kann. Es ist klug, dies besonders zu erwähnen, da in einigen Kinderbetreuungseinrichtungen nach zwei Pannen einem Kind bereits wieder eine Windel angezogen wird.

3. Erinnern Sie Ihr Kind daran, auf die Toilette zu gehen

Lehren Sie Ihr Kind, regelmäßig auf die Toilette zu gehen, und erinnern Sie es daran, dies auch im Kindergarten oder in der Kita zu tun. Wenn Ihr Kind noch nicht vollständig trocken ist, können Sie die Erzieherin bitten, Ihr Kind regelmäßig daran zu erinnern, auf die Toilette zu gehen. Dies motiviert Ihr Kind, trocken zu bleiben und kann dazu beitragen, dass es zu keinen Pannen kommt.

Manchmal finden Kinder es aufregend oder auch beängstigend, im Kindergarten auf die Toilette zu gehen, da es oft mehrere Toiletten in einem Raum gibt. Es wäre also eine gute Idee, am ersten Tag nach dem Töpfchentraining zusammen mit Ihrem Kind (und gegebenenfalls einer Erzieherin), zur Toilette im Kindergarten zu gehen und zu erklären, dass es dort genauso funktioniert wie zu Hause und Ihr Kind es der Erzieherin mitteilen kann, wenn es Pipi oder Groß machen muss.  

4. Positive Herangehensweise: belohnen Sie Ihr Kind

Verwenden Sie ein Belohnungssystem, um Ihr Kind zu motivieren, auch im Kindergarten oder in der Kita trocken zu bleiben. Denken Sie dabei an ein Stickerkarten-System oder eine kleine Süßigkeit, die Sie Ihrem Kind geben können, wenn es auch im Kindergarten den ganzen Tag trocken geblieben ist. Belohnungen können dazu beitragen, den Prozess des Trockenwerdens angenehmer zu gestalten und Ihr Kind zur Fortsetzung zu motivieren.

Belohnungen müssen jedoch nicht nur materielle Sachen sein: einen Ausflug zum Spielplatz, ein Kompliment, sein Lieblingsspiel, eine Umarmung oder zehn Minuten zusätzliches Fernsehen können auch bereits eine Belohnung sein. Sind Sie auf der Suche nach weiteren Belohnungsideen, schauen Sie sich dann gerne mal diesen Instagram-Beitrag an.

5. Stärken Sie das Selbstbewusstsein Ihres Kindes

Stärken Sie das Selbstbewusstsein Ihres Kindes, indem Sie ihm oder ihr sagen, wie super Sie es finden, dass er / sie jetzt schon (fast) trocken ist. Betonen Sie die kleinen Erfolge und loben Sie Ihr Kind, wenn es auch im Kindergarten trocken geblieben ist. Indem Sie Ihrem Kind Selbstvertrauen schenken, wird es mehr motiviert sein, trocken zu bleiben und Neues dazuzulernen.

Auch bei kleinen Pannen, können Sie Ihrem Kind erklären, dass das passieren kann und überhaupt nicht schlimm ist. Es ist vielmehr eine Gelegenheit zum Lernen. Das nächste Mal wird es bestimmt besser klappen! Ein Kind zu bestrafen hat überhaupt keinen Sinn, da dadurch zu viel Fokus auf das Negative gelegt wird, was zu einem negativen Selbstbild oder zu Ängsten vor Misserfolgen führen könnte. Dies könnte auf Dauer zu einem echten Problem werden.

6. Ermutigen Sie Ihr Kind dazu, um Hilfe zu bitten

Lehren Sie Ihr Kind, um Hilfe zu bitten, wenn es im Kindergarten oder in der Kita auf die Toilette muss. Dies kann dazu beitragen, dass Pannen vermieden werden und unterstützt Ihr Kind in dem Prozess des Trockenwerdens. Sprechen Sie auch mit der Erzieherin darüber, wie Sie Ihrem Kind am besten beibringen können, in bestimmten Situationen um Hilfe zu fragen. Begleiten Sie Ihr Kind, wie bereits in Punkt 3 erwähnt, am ersten Tag nach dem Töpfchentraining zusammen mit der Erzieherin zur Toilette. So hat Ihr Kind sofort schon eine vertraute Person an seiner Seite, und können Sie ihm erklären, wie ein Toilettenbesuch im Kindergarten oder in der Kita abläuft. Hoffentlich werden Ihnen diese Tipps weiterhelfen. Auf jeden Fall minimieren Sie mit diesen 6 Tipps das Risiko auf kleinen Pannen. Die Kommunikation ist aber am allerwichtigsten. Hiermit können Missverständnisse zwischen Betreuung, Eltern und natürlich Ihrem Kind vermieden werden, damit Ihr Kind den Prozess des Trockenwerdens ungestört durchlaufen kann.

Bereit für den nächsten Schritt?

In der Töpfchen Tricks Box steckt das Tag-für-Tag-Programm, auf dem dieser Artikel beruht: Beobachtungsbögen, an denen Sie sehen, wann Ihr Kind wirklich muss, Ablaufkarten für jeden Tag und ein Belohnungssystem, das von selbst ausläuft.

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