Kind will nicht Kaka aufs Töpfchen oder Klo machen: was jetzt wirklich hilft
Kaka kommt bei fast allen Kindern später als Pipi, weil Loslassen mehr Vertrauen und Körpergefühl braucht. Häufigste Gründe sind Angst vor dem großen Loch, Zurückhalten nach hartem, schmerzhaftem Stuhlgang, die Windel als gewohnte Sicherheit oder fehlender Halt für die Füße. Meist hilft es, Druck herauszunehmen und in kleinen Schritten vorzugehen, statt zu drängen.
Warum macht mein Kind kein Kaka aufs Töpfchen oder Klo?
Ein Kind, das brav Pipi auf der Toilette macht und beim Kaka trotzdem in die Windel oder Hose ausweicht, ist keine Ausnahme, sondern eher die Regel. Pipi loszulassen kostet wenig Überwindung. Kaka verlangt, dass das Kind einen inneren Widerstand aktiv aufgibt, und genau das braucht mehr Vertrauen und Körpergefühl.
Die häufigsten Gründe lassen sich schnell zusammenfassen: Angst vor dem Loslassen an sich, Angst vor dem großen Loch der Toilette, ein zurückgehaltener Stuhlgang nach einer schmerzhaften Erfahrung, die Windel als vertraute Sicherheit oder eine Sitzposition ohne Halt für die Füße. Jeder dieser Gründe braucht eine etwas andere Antwort, etwa erst nur das Töpfchen bei Angst vor dem Loch oder eine Fußstütze bei fehlendem Halt für die Füße.
Wichtig für die eigenen Nerven: Wochen oder sogar ein paar Monate Verzögerung beim Kaka, während Pipi längst klappt, sind kein Rückschritt beim Trockenwerden. Es ist ein eigener, getrennter Lernschritt, der einfach länger dauert.
Wie erkenne ich, ob mein Kind Kaka zurückhält?
Kinder, die Stuhlgang zurückhalten, zeigen oft ein sehr charakteristisches Verhalten: sie verstecken sich hinter dem Sofa oder Vorhang, stehen auf Zehenspitzen, kreuzen die Beine, pressen den Po zusammen oder weinen beim Drücken. Wer dieses Muster erkennt, weiß, dass es nicht um Unwillen geht, sondern um echte Anspannung.
Zwei weitere Hinweise sind Schmierspuren in der Unterhose zwischen den seltenen großen Toilettengängen und ein ungewöhnlich großer, harter Stuhl, wenn es dann doch passiert. Beides spricht dafür, dass über Tage zurückgehalten wurde.
Es gibt einen Unterschied zwischen einem Kind, das schlicht noch nicht so weit ist, und einem Kind, das bewusst zurückhält. Das erste zeigt wenig Angst, ist eher desinteressiert. Das zweite zeigt Verstecken, Zehenspitzenstand, überkreuzte Beine oder Weinen beim Drücken und wirkt sichtlich angespannt, sobald das Thema aufkommt.
In vielen Elternforen und Ratgebern fällt für dieses Muster, Stuhl nur in die Windel bei gleichzeitig funktionierendem Pipi-Training, der Begriff Toilettenverweigerungssyndrom. Gemeint ist genau diese Kombination, bei der Pipi auf der Toilette gelingt, Kaka aber konsequent vermieden wird.
Wann gehört das in die Kinderarztpraxis?
Harter, schmerzhafter Stuhlgang, Blut im Stuhl, tagelanges Zurückhalten, Bauchschmerzen, Einkoten oder ein plötzlicher Rückschritt nach einer bereits schmerzfreien Phase gehören ärztlich abgeklärt, nicht selbst behandelt.
Verstopfung und aktives Stuhlhalten sind Themen für die Kinderarztpraxis. Hier sollten keine Hausmittel, Ernährungskuren oder Abführmittel in Eigenregie ausprobiert werden, sondern eine Fachperson eingebunden werden, die den Stuhl und den Bauch untersuchen kann.
Einnässen und Einkoten kommen im Vorschulalter häufig vor und sind laut kindergesundheit-info.de meist Teil einer normalen, wenn auch individuell unterschiedlich schnellen Entwicklung. Hält Einkoten jedoch über das Vorschulalter hinaus an, sollte das nach Angaben von Kinderärzten im Netz, einem Angebot des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte, in der Kinderarztpraxis besprochen werden, statt einfach weiterzutrainieren.
Solange Schmerz oder Verstopfung im Spiel sind, hat jedes Toilettentraining wenig Sinn. Ein Kind, das Angst vor Schmerzen hat, wird immer weiter zurückhalten, egal wie liebevoll das Training aufgebaut ist.
Verweigerungsgrund erkennen und passend reagieren
Die passende Reaktion hängt vom eigentlichen Grund ab. Diese Übersicht hilft, den wahrscheinlichsten Grund bei Ihrem Kind einzuordnen.
| Möglicher Grund | Woran Sie es erkennen | Was jetzt hilft |
|---|---|---|
| Angst vor dem Loch | Kind weigert sich nur bei der Toilette, das Töpfchen ist okay | Erst nur das Töpfchen nutzen, den Toilettensitzverkleinerer erst deutlich später einführen |
| Angst vorm Loslassen | Verstecken, Beine kreuzen, Po zusammenpressen | Windel im Badezimmer erlauben, dann Windel ins Töpfchen legen, Schritt für Schritt |
| Schmerz oder harter Stuhl | Weinen beim Drücken, sehr großer harter Stuhl, Blutspuren | Kinderarztpraxis aufsuchen, kein Training bis der Schmerz weg ist |
| Windel als Gewohnheit | Kind fragt aktiv nach der Windel fürs Kaka | Windel vorerst zulassen, Ort schrittweise ins Bad verlegen |
| Kein Halt für die Füße | Kind wirkt unsicher, rutscht auf dem Sitz | Fußhocker oder Fußstütze, Knie sollten höher sein als die Hüfte |
| Zu viel Nachfragen | Kind wird gereizt oder trotzig bei der Frage nach Kaka | Frequenz der Fragen reduzieren, Verantwortung mehr beim Kind lassen |
Was hilft konkret in den nächsten Tagen?
Wer heute anfangen möchte, kann mit diesen Schritten arbeiten, ohne das ganze Training auf den Kopf zu stellen.
- Windel fürs Kaka vorerst erlauben, ohne Kommentar, damit der Druck aus der Situation geht.
- Den Ort in kleinen Schritten verschieben: Windel im Bad, dann sitzend, dann Windel ins Töpfchen gelegt, irgendwann ganz ohne.
- Nach den Mahlzeiten ist der Darm meist aktiv. Eine Gelegenheit anbieten statt das Kind hinzusetzen und dort festzuhalten.
- Statt einer Trainingshose lieber dünne Baumwollunterhose verwenden, denn darin spürt das Kind viel deutlicher, dass etwas kommt.
- Kaka nie mit Ekel kommentieren. Ein kleines Ritual wie Winken beim Spülen kann helfen, und das Spülen darf das Kind selbst entscheiden.
Was eher nicht hilft: das Kind zwingen sitzen zu bleiben, Belohnungen mit Drohungen verknüpfen oder Essenszwang. All das erhöht die Anspannung genau dort, wo Entspannung gebraucht wird.
Wenn die Angst vor dem großen Loch im Vordergrund steht, hilft manchen Kindern ein Bilderbuch, das den Toilettengang spielerisch zeigt, gemeinsam angeschaut, bevor überhaupt ein neuer Versuch gestartet wird.
Schön ist ein Buch, das Kaka ganz sachlich und witzig erklärt, damit Ihr Kind versteht, was da im Bauch passiert, zum Beispiel dieses:
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Warum Signale lesen besser funktioniert als feste Klozeiten
Ziel jeder guten Toilettengewöhnung ist der Moment, in dem das Kind selbst sagt, dass es muss. Ein fester Stundenplan mit Toilettengängen alle dreißig Minuten arbeitet gegen dieses Ziel, weil das Kind dann nie lernt, auf den eigenen Körper zu hören.
Statt das Töpfchen anzubieten, fragt man besser: Sagst du es, wenn du Kaka musst? Ausnahmen bleiben sinnvoll, etwa vor und nach dem Schlafen und bevor man aus dem Haus geht, und das gilt nicht nur während des Trainings, sondern auch danach.
Ein Beobachtungsbogen hält fest, wann dieses Kind tatsächlich muss, mit Spalten für Zeit des Trinkens, Zeit auf dem WC, ob nichts passiert ist, Pipi mit Grün für gelungen und Rot für ein Missgeschick, dasselbe für Kaka, und eine Notizspalte. So lernt man die Muster des eigenen Kindes kennen, statt der Uhr zu folgen.
Beim Ausfüllen sollte das Kind den Becher möglichst in einem Zug leer trinken, nicht in kleinen Schlucken über die Zeit verteilt. Nur so wird sichtbar, wie viel Flüssigkeit hineingegangen ist und wie lange es danach bis zum Pipi dauert, und genau dieser Zusammenhang zwischen Menge und Zeitpunkt ist es, den der Bogen zeigen soll. Wer selbst einen Bogen ausdrucken möchte, findet einen Beobachtungsbogen zum Ausdrucken als kostenlose Vorlage.
Mein Kind ist 2, 3 oder 4 Jahre: macht das einen Unterschied?
Mit rund zwei Jahren hinkt Kaka häufig noch deutlich hinter Pipi hinterher, und eine Windel fürs Kaka ist in diesem Alter völlig normal. Geduld ist hier meist wirkungsvoller als jedes Training.
Mit drei Jahren stecken oft Angst und eingeschliffene Gewohnheit dahinter. Das schrittweise Verlagern des Orts funktioniert in diesem Alter meistens gut, und kleine Belohnungen greifen bereits spürbar.
Mit vier Jahren kommt länger bestehendes Zurückhalten häufiger vor, und eine Verstopfung sollte ärztlich ausgeschlossen werden, bevor weitertrainiert wird. In diesem Alter lohnt es sich auch, das Kind aktiv ins Gespräch einzubeziehen und über die nächsten Schritte mitentscheiden zu lassen. Wer genau in dieser Situation steckt, findet mehr dazu unter Kind mit 4 Jahren will nicht auf die Toilette groß machen.
Mein Kind war schon windelfrei und macht jetzt nicht mehr groß
Ein sehr häufiges Muster: Pipi klappt tagsüber problemlos, aber Kaka bleibt tagelang aus oder landet plötzlich wieder in der Hose. Meist hält das Kind zurück, weil die vertraute Windel weg ist, und wartet insgeheim auf die Pull-up am Abend.
Was hilft, ist die Windel fürs Kaka vorübergehend wieder zuzulassen, ohne dabei das bereits funktionierende Pipi-Training zurückzudrehen. Es sind zwei getrennte Lernschritte, und der eine muss nicht am anderen scheitern. Bleibt der Stuhlgang mehrere Tage ganz aus oder kommt es zu Schmerzen, gehört das in die Kinderarztpraxis.
Über einen solchen Rückfall darf offen geredet werden, ohne dass er automatisch ein Problem des Trainings oder der Familie ist. Mehr zu diesem Muster steht unter seit dem Windelabschied macht mein Kind nicht mehr groß, und wenn nicht nur Kaka, sondern auch Pipi wieder öfter danebengeht, hilft der Artikel über plötzlich wieder in die Hose weiter.
Wie Belohnungen beim Kaka wirken, ohne dass es zum Deal wird
Belohnung gilt fürs Hinsetzen und fürs Loslassen, niemals als Bestrafung fürs Nicht-Können. Ein Kind, das gerade nicht kann, braucht Geduld, kein enttäuschtes Gesicht.
Bewährt haben sich Stickerkarten in vier Größen mit 3, 5, 7 und 9 Feldern, die in genau dieser Reihenfolge genutzt werden. Die Belohnung kommt bei drei Feldern schnell, damit das Kind früh merkt, dass es funktioniert, und wird danach seltener, damit die Gewohnheit bleibt, wenn die Sticker längst weniger werden.
Ein Kaka-Sticker und ein eigenes Kaka-Diplom können als sichtbarer Abschluss für diesen speziellen Lernschritt dienen. Springt ein Kind auf solche kleinen Geschenke gar nicht an, wirken Lob, Aufmerksamkeit und gemeinsame Zeit oft genauso gut, mehr dazu steht unter wenn Belohnungen bei Ihrem Kind nicht ziehen. Eltern, die eher ihr eigenes System aus kleinen, steigenden Belohnungen zusammenstellen möchten, finden dafür separate Belohnungssysteme wie das Belohnungssystem Jungen, das Belohnungssystem Mädchen oder ein Belohnungssystem ohne Geschlechtszuordnung.
Wann Sie besser pausieren statt weitermachen
Zeigt ein Kind echte Angst vor Töpfchen oder Toilette, ist es schlicht noch nicht bereit. Dann hilft es mehr, erst Vertrautheit mit Töpfchen und Klo aufzubauen und das eigentliche Training später zu starten, wie auch der Artikel ist mein Kind überhaupt bereit beschreibt.
Eine Pause von einigen Wochen ist Teil einer guten Methode, kein Scheitern. Viele Kinder brauchen einen zweiten Anlauf, und das ist völlig normal.
Oft entsteht am vierten oder fünften Tag eines Pipi-Trainings spürbarer Widerstand, weil das Kind die ständige Frage Sagst du es, wenn du musst allmählich lästig findet. Weniger häufig fragen und dem Kind mehr eigene Verantwortung geben, entschärft das meistens schnell.
Kein Grund zur Scham: sehr viele Familien haben zu diesem Zeitpunkt schon einen ersten Versuch hinter sich, der nicht wie erhofft lief.
Wie der Plan aus der Box beim Kaka konkret unterstützt
Töpfchen Tricks ist eine physische Box mit einem Tag-für-Tag-Programmheft, das durch die Woche führt, dazu 7 Anleitungskarten und 6 Komplimentkarten. Enthalten sind außerdem 14 Beobachtungsbögen, mit denen sich genau die Zeiten dieses Kindes festhalten lassen, sowie eigene Kaka-Sticker und ein Kaka-Diplom als sichtbarer Abschluss für diesen Lernschritt. Dazu kommt ein Jahr Zugang zu einer Community, in der Fachleute sieben Tage die Woche Fragen beantworten.
Die ersten drei Tage finden zu Hause statt, weil dort am meisten gelernt wird, danach folgen kurze Ausflüge, und der Weg führt vom Töpfchen zur Toilette. Die meisten Kinder sind tagsüber in etwa einer Woche trocken, manche schaffen es in drei Tagen, andere brauchen zwei bis drei Wochen. Nachts trocken zu werden ist ein eigenes, späteres Thema, das die Box nicht verspricht.
Was zusätzlich bereitliegen sollte: ein Töpfchen, ein Toilettensitzverkleinerer, ein Hocker, mindestens 15 Unterhosen, Schutz für Matratze und Sofa, ein paar kleine Belohnungen und Pull-ups fürs Schlafen. Für Eltern, die lieber zuschauen statt lesen, gibt es außerdem den 7-Tage-Videokurs zum Trockenwerden als Alternative. Die Methode wird auch bei autistischen, nicht sprechenden Kindern oder Kindern mit Down-Syndrom eingesetzt, meist über einen längeren Zeitraum und mit besonderem Augenmerk auf die individuellen Signale des Kindes.
Häufig gestellte Fragen
Wie bekomme ich mein Kind dazu, Kaka auf der Toilette zu machen?
Am besten in kleinen Schritten: Windel fürs Kaka zunächst weiter erlauben, den Ort schrittweise ins Badezimmer verlegen und erst danach auf Töpfchen oder Toilette umstellen. Druck und ständiges Nachfragen wirken meist gegenteilig, während Geduld und ein ruhiges Umfeld die Bereitschaft erhöhen.
Warum macht mein Kind kein Kaka auf dem Klo, aber Pipi schon?
Das ist ein sehr verbreitetes Muster, weil Kaka loszulassen mehr Vertrauen und Körpergefühl braucht als Pipi. Häufige Gründe sind Angst vor dem großen Loch, Zurückhalten nach hartem Stuhlgang oder schlicht die Gewohnheit der Windel.
Was tun, wenn mein Kind Angst vor dem Stuhlgang hat?
Erst Vertrautheit mit Töpfchen oder Toilette aufbauen, ohne Zeitdruck, und die Windel als Übergang zulassen. Bei Schmerzen, hartem Stuhl oder Blut gehört das Thema in die Kinderarztpraxis, bevor überhaupt weiter trainiert wird.
Mein Kind ist 4 Jahre und macht nur in die Windel oder Hose groß, ist das normal?
Häufig, ja, aber in diesem Alter lohnt es sich, eine Verstopfung ärztlich ausschließen zu lassen, bevor man es allein auf Gewohnheit oder Angst schiebt. Danach hilft es meistens, das Kind aktiv in die nächsten Schritte einzubeziehen, statt nur für es zu entscheiden.
Soll ich meinem Kind die Windel fürs Kaka wieder geben?
Wenn Ihr Kind bereits Pipi auf der Toilette schafft, aber beim Kaka blockiert, kann eine vorübergehende Windel nur fürs Kaka den Druck herausnehmen. Das Pipi-Training muss dafür nicht zurückgedreht werden, es sind zwei getrennte Lernschritte.
Wie oft soll ich mein Kind zum Kaka aufs Töpfchen setzen?
Statt einer festen Uhrzeit oder einem Intervall lohnt es sich, mit einem Beobachtungsbogen festzuhalten, wann Ihr Kind tatsächlich muss, und darauf basierend Gelegenheiten anzubieten. Ziel ist, dass das Kind irgendwann selbst sagt, wann es muss, statt nach einem starren Plan gesetzt zu werden.
Bereit für den nächsten Schritt?
In der Töpfchen Tricks Box steckt das Tag-für-Tag-Programm, auf dem dieser Artikel beruht: Beobachtungsbögen, an denen Sie sehen, wann Ihr Kind wirklich muss, Ablaufkarten für jeden Tag und ein Belohnungssystem, das von selbst ausläuft. Lieber in Videos? Dieselbe Methode gibt es auch als 7-Tage-Videokurs mit vierzig kurzen Videos, sofort verfügbar.
8 Kommentare zu “Kind will nicht Kaka aufs Töpfchen oder Klo machen: was jetzt wirklich hilft”
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Hallo, unser Sohn möchte keine Windel mehr tragen und ist Nachts auch komplett trocken. Am Tag kann er Urin selbständig machen, muss aber erinnert werden. Seine Kommunikation ist mit Anfang drei Jahren noch nicht so gut. Sein großes Geschäft macht er allerdings immer in den Schlüpfer, obwohl er weiß, dass man auf die Toilette geht. Mit zwei hat er es auf dem Töpfchen gemacht aber da möchte er nicht mehr. Er sagt, wenn er in die Hose gemacht hat „Kaka Hose“. Da er keine Windel tragen möchte, ist es vor allem in der Kita sehr unangenehm. Wie können wir ihm helfen?
Hallo Ines! Wie schön, dass dein Sohn tagsüber und nachts schon trocken ist – das ist wirklich toll! Ich denke, dass der schrittweise Ansatz, wie er oben im Blog beschrieben wird, euch gut dabei helfen könnte, das Problem mit dem Stuhlgang zu lösen. Geh also Schritt für Schritt vor und belohn ihn großzügig bei jedem Erfolg (durch Lob, ein Freudentanz, oder indem er zum Beispiel einen Sticker aufkleben oder sich etwas Leckeres aussuchen darf). Lass ihm die Kontrolle, aber führ ihn dennoch gezielt an. Wenn er bereit für den nächsten Schritt ist, geht ihr weiter. Vielleicht könnt ihr es anstelle eines Töpfchens mit einem Toilettensitz mit Treppe für die normale Toilette versuchen. Das könnte ihm möglicherweise einen neuen Motivationsschub geben. Ich hoffe, das hilft euch weiter!
Viele liebe Grüße, dein Töpfchen Tricks Team
hallo, mein Sohn (39 Monate) ist jetzt am zweiten Tag des Töpfchentrainings. Sein letztes Kaka war vor 2 Tagen in der Windel, und heute, als er merkte, dass er kacken muss, hat er es zurückgehalten. Er trinkt viel und hat genug Ballaststoffe gegessen. Wie lange sollen wir warten, bis wir wieder zur Windel zurückkehren? Er ist wirklich glücklich, dass er Höschen tragen darf, also wollen wir wirklich nicht zu früh aufgeben. In der Vergangenheit ist es ein paar Mal vorgekommen, dass er ein oder zwei Tage lang keine volle Windel brauchte, aber hauptsächlich auf Reisen oder nach einer Krankheit. Vielen Dank
Hallo liebe Ella,
Es ist nicht ungewöhnlich, dass dein Kind das erste Mal aufs Töpfchen kacken sehr aufregend findet. Es ist sehr gut, dass er viel trinkt und auch ballaststoffreich isst. Mach damit unbedingt weiter in den nächsten Tagen! Der Stuhl wird von selbst kommen. Ich empfehle, dass du in dem Moment, wenn er sagt, dass er muss, aber sich nicht traut, zu sagen: „Wie toll, dass du das spürst. Ich weiß, dass du es aufregend findest. Deswegen gehe ich mit dir, wir gehen zusammen, ich bleibe bei dir, halte deine Hand und wir warten gemeinsam, bis der Kaka kommt. Ich bin für dich da und ich helfe dir, dann wirst du merken, dass es nicht so schlimm ist.“ Was bei manchen Kindern auch noch sehr gut funktioniert, ist auf der Toilette oder dem Töpfchen Seifenblasen machen. Das lenkt sie ab und entspannt sie, was sie brauchen, um Stuhlgang zu haben. Sollte das alles nicht funktionieren, kannst du ihn auch immer noch eine Windel fürs Kaka anbieten. Nach dem Kaka zieht ihr die Windel zusammen wieder aus und werft die Kaka in die Toilette. Danach macht ihr dann wieder weiter mit Unterhose.
Ganz liebe Grüsse
Dein Töpfchen Tricks Team
Hallo, meine Tochter wird am 16.4 4 Jahre alt. Mittlerweile ist es kein Problem windelfrei zuhause rumzulaufen und Missgeschicke passieren gar nicht mehr. Leider traut sie sich im Kindergarten oder auch sonst nirgendwo hin ohne Windel. Sie hat bisher noch keine Kacka ins Töpfchen oder die Toilette gemacht. Irgendwie hat sie da Hemmungen. Sie kann es genau kontrollieren. Ich weiß nun leider nicht mehr weiter. Was wären so die nächsten Schritte? Vielen lieben Dank für deine Rückmeldung. Anke Elias
Hallo liebe Anke,
Bezüglich das gros Machen: Helfen die Tipps aus dem Blog hier oben euch vielleicht weiter?
Und bezüglich deine erste Frage:
Möglicherweise findet sie es aufregend, auf die Toilette oder das Töpfchen zu gehen, wenn du nicht da bist. Du kannst ihr sagen, dass sie es auch anderen sagen kann, wenn sie muss. Du könntest auch die Betreuerinnen im Kindergarten fragen, ob sie deine Tochter gelegentlich daran erinnern können, auf die Toilette zu gehen. So fällt es ihr vielleicht leichter, Bescheid zu sagen, wenn sie muss.
Zudem könnte die ganze Situation im Kindergarten vielleicht (zu) aufregend für sie sein. Zu Hause gibt es eine Toilette. Im Kindergarten gibt es normalerweise mehrere Toiletten, und es könnte auch noch ein anderes Kind im Raum sein. Versuche mit deinem Kind zu sprechen, um herauszufinden, ob es vielleicht ein wenig Angst hat und was es bevorzugen würde. Wenn sie zum Beispiel lieber alleine wäre, könntest du das den Betreuern mitteilen (zusammen mit ihr), damit sie darauf am Anfang Rücksicht nehmen können (und dies dann Schritt für Schritt wieder loslassen).
Vielleicht hilft es auch, deine Tochter mit einem Sticker oder einer Kleinigkeit zu belohnen, wenn es dann doch mal geklappt hat, im Kindergarten oder irgendwo außerhalb des Hauses auf die Toilette zu gehen. Diese positive Herangehensweise kann sehr motivierend wirken.
Wir drücken euch die Daumen!
Viele liebe Grüsse,
dein Töpfchen Tricks Team
Hallo,
mein Sohn sagt mir er merke nicht; wenn er groß muss und daher geht das große Geschäft immer in die Hose!
Wir sind allerdings auch erst bei Tag 2 vom Training, aber mein Sohn ist frei und wir haben auch so schon oft das Trocken werden geübt – kann es sein, dass er es nicht wirklich nicht merkt? Wie kann ich ihm helfen?
Danke und herzliche Grüße
Andrea Rother
Hi liebe Andrea,
Kinder haben oft vor allem in den ersten Tagen ziemlich viele Pannen und das ist eigentlich auch gut, denn gerade diese Pannen sind die Lernmomente! Für uns als Eltern scheint alles zu misslingen, aber im Gehirn bei den Kindern geht schon ziemlich viel vor. Sie lernen nun das Gefühl des Harndrangs erkennen. Gib dir und deinem Sohn noch ein wenig Zeit, ihr habt erst gerade angefangen und alles ist noch ziemlich neu für deinen Sohn. Wir drücken euch die Daumen und sind gerne immer für dich da.
Viele liebe Grüsse,
Dein Töpfchen Tricks Team